Montag, 6. Oktober 2014

Wilde Tiger und Fadengetüddel

Heerlagertreffen Rietberg 2014


eigentlich sollte dieser Bericht ja schon längst fertig sein. Wie angemerkt sollte er auf der nächsten Bahnfahrt geschrieben werden und das war vor einigen Tagen als ich mich auf den Weg zu Svana gemacht habe, aber da war an Markttagebuch schreiben garnicht zu denken, sowas hab ich echt noch nicht erlebt. Donnerstag auf der Arbeit hab ich zwischendurch mal in den aktuellen Fahrplan geschaut und habe zum Glück rechtzeitig gesehen das es auf der Strecke von Wuppertal nach Düsseldorf oder Köln erhebliche Probleme wegen eines Personenunfalles gab und somit der im Vorfeld geplante Reiseverlauf hinfällig war. Also etwas früher Feierabend gemacht und dann am Bahnhof geschaut wie ich am besten wegkomme. Das Chaos war einfach Perfekt, Personal zum Auskunftgeben war auch rund zwei Stunden nach Störungsbeginn nicht am Bahnhof zu sehen und die Ansagen von Blechelse waren Standart das Züge ausfallen oder Verspätung haben, die Ansagen zu Alternativverbindungen sind ja schon seit langem der Computerstimme zum Opfer gefallen. Nach etlichem hin und her bin ich irgendwie in Düsseldorf angekommen und hab tatsächlich den ursprünglich geplanten ICE bekommen der wie fast alle Züge an diesem Vorfeiertag Verspätung hatte - und wie alle Züge an diesem Tag rappelvoll war, der komplette Zugteil war ausreserviert und in Köln wurde es so voll das die Leute in den Gängen gequetscht gestanden haben. In Siegburg kam es wie es kommen musste, es stiegen weiter Leute ein und der Zug war für eine Weiterfahrt zu voll also bin ich mit etlichen anderen Leuten die auch keine Reservierung hatten rausgeflogen und durfte auf den nächsten Zug warten der natürlich auch nicht wirklich leerer war. Schlussendlich war ich über eine Stunde später bei Svana (aber auch nur weil es im Regionalverkehr in der Region Mannheim Verspätungen gab und ich so einen Zug erwischt hab der normalerweise weg gewesen wäre, sonst wäre es noch später geworden) aber trotzdem heilfroh überhaupt angekommen zu sein...

Aber genug von der Fahrerei, ich wollte Euch ja vom Ars Westfalica Heerlagertreffen aus Rietberg berichten.
Das Treffen fand wieder auf dem Hof der letzten Jahre statt, auf den Wiesen ringsum Pferde, Schafe, Hunde, Lamas und ein Tiger, ja wirklich, ich habe einen Tiger entdeckt und direkt für Euch im Bild festgehalten.



Das schöne an solchen Treffen ist ja das es kein festes Programm gibt, wenn man möchte und kann, kann man länger schlafen und muss sich nicht überschlagen das alles zur Markteröffnung fertig ist und ein anderer Vorteil ist das man Zeit für Workshops hat und in Ruhe was neues probieren kann, wie zum Beispiel Nadelbinden. Nach etlichen Versuchen (links im Bild ;) hat es dann auch halbwegs funktioniert und wäre sogar recht ansehnlich geworden wenn es auf der richtigen Seite geschlossen worden wäre hat es funktioniert und ist ein tolles Möbiusband geworden. Mal schauen wie die Mütze wird die ich noch angefangen habe.



Zwischendurch hab ich mich auch ein wenig mit dem Kammweben beschäftigt zu dem es wieder einige interessierte Nachfragen gab. Beim Rundgang über dem Markt hab ich einige schöne Brettchenwebereien gesehen, auch etwas was ich mir sicherlich nie antun werde, mit Nähgarn weben.





letztes Jahr hab ich einige schöne Nachtaufnahmen gemacht und wollte das dieses Jahr noch ein wenig verbessern aber es war abends so schnell lausig kalt und teilweise auch feucht das ich da mal drauf verzichtet habe, am Morgen nach der erste Nacht war es sogar so nebelig das im Zelt alles richtig feucht war, brrrrrr, gut das es keine Termine gab, da konnte man sich nochmal gut in die Felle einkuscheln und abwarten das es wärmer wurde :)

Ich schreibe das jetzt auf dem Weg zur Arbeit und schaue grade aus dem Fenster, Siegburg/Bonn ... grrrrrr ...

Statt Nachtaufnahmen hab ich dieses Jahr einige Momente mit Rauch, Nebel und tiefstehender Sonne erwischt







Abschließend ein kleiner Rundgang über den Plan








Das Heerlagertreffen in Rietberg war sehr entspannt wozu sicherlich auch das schöne Wetter seinen Teil beigetragen hat, ein sehr schöner Saisonabschluss der die Winterpause gefühlt länger macht

Montag, 15. September 2014

von den Weinbergen an den Neckar

das 38. Ritterfest in Hirschhorn


Im vorhergehenden Beitrag war zu lesen das ich Samstags die Winelandgames besucht habe, von dort aus bin ich dann Nachmittags zu Svana gefahren um Sonntag Standesgemäß ihren 29 Geburtstag (nein, ich verrate hier jetzt nicht der wievielte 29. Geburtstag das war) auf dem Ritterfest in Hirschhorn zu feiern.
Zum Mittagessen hatten wir uns mit Svanas Eltern auf dem Markt verabredet und ich kann nur sagen Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm, der Braten mit Bratkartoffern und Schmand ist einfach nur gut :)
Aber ich bin schon wieder viel zu schnell.
In Hirschhorn angekommen schlenderten wir durch den Ort in Richtung Marktgelände und stellten fest das da doch so einiges fehlte, was mir letztes Jahr so gut gefallen hatte, die Stände und Handwerker die vor dem Marktgelände auf Plätzen und Gassen gestanden haben waren nur noch rudimentär direkt vor dem Eingangsbereich vorhanden und standen dort irgendwie verloren rum und das zweite was auffiel, es war sehr schnell sehr voll und überlaufen.



Nach dem letzten Jahr wo ich ja zum ersten mal in Hirschorn war und mir die Veranstaltung sehr gut gefallen hat war die Erwartungshaltung natürlich recht hoch und wurde leider nicht so wirklich erfüllt.
Dieses Jahr haben einige Stände gefehlt und wir konnten nicht feststellen das jemand neu hiunzugekommen war. Man könnte also davon ausgehen das es mehr Platz und eventuell mehr zum so schauen gab aber das kam uns nicht so vor, irgendwie wirkte alles gedrängt, gequetscht und hingeklatscht, die letztes Jahr so gelobte Deko fehlte vielerorts. Was (neben dem guten Essen) den Markt lohnenswert gemacht hat was der Auftritt von Kelvin Kalvus mit seinen Glaskugeln, immer wieder aufs neue beindruckend mit welcher spielerischen Leichtigkeit er seine Kugeln beherrscht. Zum ersten mal hab ich ihn mit Live Musikbegleitung erlebt, die Harfe passte sehr gut zu seiner Vorführung, dieses Alphornähnliche getute allerdings weniger.
Aber ich muss nochmal aufs Essen zurückkommen, der gutbürgerliche Braten ist hervorragend, aber typische Speisen von Mittelaltermärkten sucht mal leider vergeblich, villeicht könnte ja zukünftig nebenher Falaffel oder Hanffladen angeboten werden.
Zum Schluss jetzt ein kleiner Bildspaziergang über den Plan

















Recht schnell machten wir uns dann nach zwei Marktrunden auf den Heimweg, ich denke da müssen die kommenden Hausaufgaben besser gemacht werden.

Sonntag, 14. September 2014

auf in die Weinberge,

... auf zu den Wikingern Römern

 

wie im letzten Beitrag geschrieben habe ich mich trotz Lokführerstreik auf an die südliche Weinstraße gemacht um die Winelandgames in Kirrweiler zu besuchen, eine Veranstaltung die mir vom Weltenvolk und auch von der Grabakur-Sippe empfohlen wurde. Dieses Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto 'Mittelalter trifft Antike' und so lagerten Römer, Hunnen, Wikis, Homis, Muselmanen usw. einträchtig nebeneinander, sogar ein für diese Region absolut typisches Wasserfahrzeug ist auf dem Markt vor Anker gegangen ;)



Nachdem ich tatsächlich in Maikammer-Kirrweiler am Bahnhof angekommen war ging es auf zum Veranstaltungsgelände, leider fehlten Hinweisschilder aber dank moderner Gerätschaften war die Richtung klar und die Einheimischen dort sind sehr freundlich und geben hilfsbereit Auskunft. Nach einem kurzen rund viertenstündigem Fußmarsch betrat ich das Gelände und musste ersteinmal eine Kasse suchen, anscheinend war ich etwas zu früh und der Eingang war noch nicht bewacht um den Wegezoll einzufordern. Nachdem dieser dann entrichtet war ging es auf, den Markt zu erkunden und ich muss sagen der erste Eindruck war sehr gut. Der Plan war in mehrere unterschiedlich große Flächen aufgeteilt die aber alle irgendwie zusammenhingen. Hinter dem Haupteingang lag eine kleinere Wiese auf der mehrere Versorgerstände plaziert waren, diese Wiese öffnete sich nach rechts zu einer etwas größeren Wiese wo weitere Versorger, das Badehaus und ein großer Teil der Händler standen. Hinter der kleinen "Versorgerwiese" lag eine schmale lange Fläche auf der Heerlager untergebracht waren. Dann gab es eine größere Wiese wo weitere Händler, eine Taverne und Heerlager standen, auch am Seeufer standen Zelte bis hin zu einem Platz (außerhalb des abgesperrten Bereiches) mit weiteren Lagergruppen.



Schön ist, das die Geländeteile alle irgendwie miteinander verbunden sind und sei es nur durch Pfade im Schilf.



Obwohl es viele Lagergruppen, Handwerker, Händler und Versorger gab war der Markt sehr schön gestellt, immer wieder gab es offene Bereiche und es wirkte nirgendwo "gequetscht"



Wie auch schon von anderen Veranstaltern bekannt ist der Sanitätsdienst mit einem eigenen Lager voll in die Veranstaltung integriert, sehr schön was die Maltheser dort aufgebaut haben.



Die Auswahl der Händler war gelungen, nicht der Ramsch der immer häufiger auf Mittelaltermärkten und -Festivals zu finden ist sondern wirklich ausgesuchte Händler, so gab es unter anderem Handgenähte Gewänder zu erstehen. Hier ein kleiner Streifzug bei den Händlern und Versorgern:


















Unterhalb einer kleinen Anhöhe stande die Bühne, seher angenehm das man einen guten Blick hat der nicht so schnell durch andere Leute vestellt werden kann. Vor der Bühne hatte man eine Arena für die Römer angelegt.



und zum Schluss ein paar Inpressionen aus den Heerlagern


















Abschließend kann ich nur sagen, ein wirklich schöner Markt, groß genug um sich nicht mach kurzer Zeit zu langweilen aber auch nicht zu groß, viele interessante Händler, Handwerker und Heerlager. Ich denke ich würde hier gerne mal lagern.

Montag, 8. September 2014

Probier's mal mit Gemütlichkeit

... oder "alles ganz entspannt"


worauf bezieht sich das jetzt, auf das MPS in Speyer oder auf die aktuelle Situation?
auf beides!
ich sitze mal wieder im Zug und nutze die Gelegenheit den Bericht zu Speyer nachzuschreiben, unterwegs bin ich nach Kirrweiler zu den Winelandgames wo unter anderem die Grabakur Sippe und das Weltenvolk lagern. Danach soll es dann weiter zu Svana gehen, morgen steht ein Besuch in Hirschhorn auf dem Programm...

...wenn ich denn mal irgendwann ankomme, heute muss man alles ganz entspannt hinnehmen da die Gerwekschaft der Lokführer meiner Meinung nach einen Gewerkschaftspolitischen Machtkampf gegen die Eisenbahnergewerkschaft getarnt als Tarifstreit austrägt.
Aber nun zu dem worum es eigentlich gehen soll, dem MPS in Speyer.
Dieses mal wird es nicht viele Bilder geben, Samstag hatte ich keine Lust zu knipsen und Sonntag eigentlich auch nicht und als ich mich zu einer Fotorunde aufraffen konnte, hatten wir das typische Speyerwetter



Aber jetzt wirklich von Anfang an ;)
das Auto habe ich ganz gemütlich Dienstag und Mittwoch geladen, Donnerstag sollte es dann direkt nach der Arbeit zu Svana gehen um Freitags morgens in Speyer zusammen mit Mira aufzubauen, wenn uns nicht ein Facebookpost von Gisbert völlig aus dem Konzept gebracht hätte. Er schrieb das auf dem Geländeteil auf dem wir immer aufgebaut haben dieses Jahr die Festivalbühne stehen solle :-o Für diejenigen die Speyer nicht kennen, das Gelände ist dreigeteilt, genaugenommen sogar viergeteilt. Im Unteren Domgarten stehen Händler, Handwerker, zwei Bühnen und es ist Platz für 1-3 Heerlager, Auf der Klipfelsauwiese steht unter anderem die Feuerspektakelbühne, viele Versorger und 1-3 Heerlager, der Dritte Teil ist das Stadion mit seinen Wiesen, bisher der Kinderbereich, eine kleine Bühne und Platz für ca 5 Heerlager. Rechnet man jetzt die Heerlagerplätze zusammen ergibt sich der 4. Bereich, der Platz für die restlichen Lagergruppen draußen vor dem Veranstaltungsgelände. Insofern sorgte die Mitteilung das die Festivalbühne im Stadionareal stehen sollte doch für Verunsicherungen, wenn dort die Lagerflächen wegfallen und wir draußen aufbauen müssen ist es nicht unproblematisch erst am Montag morgen abzubauen. Leider gab es auf Nachfragen zu den Plätzen im Innenbereich keine befriedigenden Antworten und gedanklich haben wir mit der Möglichkeit des hinkommen, ansehen und nicht aufbauen gespielt was aber zum Glück nicht nötig wurde.
Freitag morgen sind wir dann früh nach Speyer gefahren und haben das Gelände in Augenschein genommen und konnten erleichtert feststellen das die Bühne nicht auf der Lagerwiese stand, sondern dort wo letztes Jahr eine der kleineren Bühnen aufgebaut war. Pünktlich um zehn verteilte ein gut gelaunter Igor die Plätze und wir konnten in unserer altbekannten "Stammecke" aufbauen. Ganz entspannt (da ist das Motto wieder ;) ) machten wir uns daran das Lager herzurichten und waren erstaunt das gegen 13 alles soweit war das wir einkaufen und Mittagessen gehen konnten. Abends wurde traditionell gegrillt und noch gemütlich zusammengesessen und geschnackt.



Auch der Samstag verlief recht ruhig, morgens gingen die Mädels fürs Metgulasch einkaufen und der Pflichttermin am späten Mittag war auch schnell abgehakt, der Tag verlief bei schönem Sonnenwetter mit Hadwerken, schnacken und Marktrunde, gegen Abend zog sich das Wetter zu und es gab die ersten Regenschauer die uns erstmal nicht wirklich gestört haben da wir eh im Wasser gesessen haben ;)
Zum ersten mal hatte ich einen Termin im Zuber der Wölfin und ich muss sagen es war toll, die Leute dort waren superfreundlich, es gab reichlich Platz zum ausziehen und die Sachen trocken abzulegen, in der Dusche stand Duschgel bereit, wer nicht mithatte konnte ein Handtuch bekommen und es gab sogar einen Fön. Man achtete darauf das vor dem zubern geduscht wurde und wenn man dann entspannt im Wasser saß wurden auf Wunsch Getränke von der nächsten Taverne oder Theke geholt. Wirklich eine entspannt Angelegenheit, da kann sich manch anderes Badehaus ein paar Scheiben von abschneiden. Ich freue mich auf den nächsten Markt wo wieder dieses Badehaus steht.
Der Sonntag brachte dann das Typische Speyer-feeling, Regen und Matsch, Palettenstege und dieses Jahr noch mehr Mücken



 immer wieder ging den ganzen Tag der Blick zum Himmel, wann kommt wohl der nächste Schauer?



zum Glück konnten wir die Pilgereise ohne flüssige Sonne durchführen und Svana die leider eher nach Hause musste bekam ihre Sachen trocken ins Auto, allerdings musste sie sich auf der Heimfahrt durch Unwetter und Schlammbäche nach Hause kämpfen, zu unserem Glück ist diese Wetterfront an uns vorbeigezogen, aber es war auch so schon schlammig genug
 


Im Laufe des Tages besuchten uns Anke, Anette und Flo, schön sie mal wieder zu sehen, villeicht klappt es ja nächstes Jahr mal wieder gemeinsam zu lagern.
Viel zu schnell ging der Markt zu Ende, nachdem wir Miras Zelt abgebaut und verladen haben ging ich daran die Kisten zu packen und einzuräumen was schon weggepackt werden konnte und machte mir dann noch einen gemütlichen Abend



Der Abbau am Montag ging vonstatten wie der Aufbau, nach dem Frühstück ganz entspannt anfangen und ruckzuck plötzlich fertig :)
Fazit von Speyer, ein wirklich entspanntes MPS, die Festivalbühne war auf jedem Fall lauter als die kleine Bühne vom Vorjahr aber da sie nicht durchgehend bespielt war und Abends zB Omnia dort gespielt hat durchaus erträglich. Auf jedem Fall ist Speyer erstmal nicht von der Planungsliste für 2015 gestrichen.